Medizintourismus 5 (Hören)

Kurs: 
Gesundheitstourismus
Einheit: 
21

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Hörübung und Fragen zum Text

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Medizintourismus

Maria Woerth Woerther See Kap Sekirn Badesteg 09102008 55

Der Medizintourismus verkörpert als Form des Gesundheitstourismus einen Trend im Tourismus, der medizinische und touristische Eigenschaften zu einem Angebot zusammenfasst.
Es gibt zwei wesentliche Gründe für den Medizintourismus: Kostenersparnis und Vermeidung von Wartezeiten.
Mitunter bezeichnet man den Medizintourismus auch als Kliniktourismus, Patiententourismus oder Cross-Border Healthcare und man unterscheidet aufgrund gegebener Schwerpunkte drei Sparten des Medizintourismus:
-  Präventionstourismus
-  Operationstourismus und
-  Rehabilitationstourismus.
Im Gegensatz zu anderen Formen des Gesundheitstourismus (etwa zum Kur- und Wellnesstourismus) sind Maß und Intensität der medizinischen Anwendungsverfahren beim Medizintourismus sehr hoch. Die bereits kranken bzw. chronisch kranken Patienten reisen ins Ausland, um sich gezielt medizinisch behandeln zu lassen. Bei ihnen liegt in der Regel bereits eine Vordiagnose im Heimatland vor. Oder sie sind schon in einer heimatlichen medizinischen Einrichtung behandelt worden, versprechen sich aber im Ausland eine bessere oder billigere oder schnellere Behandlung. Sie erwarten entweder eine stationäre oder eine ambulante Behandlung in einer medizinischen Einrichtung des Ziellandes.
Neben diesen absichtlich zur medizinischen Behandlung ins Ausland reisenden „Auslandspatienten“, „internationalen Patienten“ oder „Medizintouristen“, die sowohl einzeln als auch in Gruppen anreisen, haben es die Kliniken auch mit den Touristen zu tun, die die medizinischen Dienste unfreiwillig in Anspruch nehmen müssen, etwa weil sie bei ihrer Reise einen Unfall hatten.
Der Medizintourismus kann sowohl ein Incoming- als auch ein Outgoing-Medizintourismus sein.
Eine Vielzahl von Ländern wirbt aktiv um Patienten aus dem Ausland. Dazu gehören auch – was die deutschsprachigen Länder betrifft – die Bundesrepublik Deutschland und die Schweiz. Außer aus Deutschland kommen vor allem Patienten aus der EU, der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten und den arabischen Ländern.
Der Aufenthalt im Zielland kann je nach Befund wenige Tage (etwa bei Zahnbehandlungen oder plastisch-chirurgischen Eingriffen) oder auch mehrere Monate dauern (z.B. bei Organtransplantationen oder onkologischen Behandlungen).
Als Vermittler treten beim Medizintourismus sowohl unabhängige, oft mit den Kliniken kooperierende Patientenvermittler als auch Touristikunternehmen auf. Mitunter werden auch Übersetzungsdienste oder Firmen für Medizintechnik als Vermittler tätig.

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